Um das umstrittene Glühbirnenverbot der EU zu umgehen beschreitet der Dr. Rudolf Hannot, Geschäftsführer der in Niederzier ansässigen DGT Trading GmbH, einen höchst originellen Weg: Er bietet Glühbirnen unter der Produktbezeichnung „Heatball“ als Heizungen an (http://heatball.de)! Die Logik ist bestechend einfach: Eine Glühbirne gibt nur 5 % der Energie in Form von Licht ab, die übrigen 95 % als Wärme. Also wird die Lampe mit einem Wirkungsgrad von 5 % kurzerhand zur Heizung mit einem Wirkungsgrad von 95 % umdeklariert.
Augenzwinkernd wird darauf hingewiesen, dass die Leuchtwirkung dieser Heizung aus produktionstechnischen Gründen unvermeidbar sei und daher keinen Anlass zu einer Reklamation darstelle. Da bislang lediglich Glühbirnen mit einer Leistung von mehr als 60 Watt europaweit verboten sind, hat der Anbieter 4000 seiner „Miniheizungen“ mit einer Leistung von 75 oder 100 Watt aus China importiert und sie entsprechend umetikettiert. Wirtschaftliche Ziele verfolgt er dabei lt. eigener Aussage nicht, er möchte diese Aktion als „Aktionskunst“ verstanden wissen, als Protest gegen eine bürokratische Bevormundung.
Erfolg der Aktion ist ungewiss
Ob die Aktion langfristig erfolgreich sein wird, ist aus heutiger Sicht zweifelhaft. Abzuwarten sind zunächst die Reaktion der EU-Juristen und ggfs. die Entscheidungen der Gerichte. Es erscheint fraglich, ob diese der Logik des Anbieters folgen werden, dass eine Glühbirne nach ihrer Umbenennung keine Glühbirne mehr ist. Auch der relativ hohe Preis wird am Markt kaum durchsetzbar sein. Ein Heatball kostet 1,69 Euro, darin enthalten sind 30 Cent für eine Umweltschutzorganisation. Zusätzlich fallen Kosten für den Versand an. Damit ist der Heatball aus wirtschaftlicher Sicht keine vernünftige Alternative zur Energiesparlampe und primär für Käufer interessant, die sich mit dieser Protestaktion solidarisieren möchten.















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